Geräte für Schaumeinsatz und Netzmittelerzeugung
Schaum ist ein unterschätztes Sonderlöschmittel. Er wird insbesondere bei Bränden von Chemikalien und Treibstoffen verwendet. Netzmittel ist eine Vorstufe des Schaums. Durch Beimischung von Netzmittel in das Löschwasser wird dem Wasser die Oberflächenspannung genommen und sorgt so für ein besseres Eindringen in das Brandgut und damit auch für eine bessere Kühlwirkung.
Schaum- und Netzmittelarmaturen
Viele Geräte und Armaturen finden bei dieser Einsatzart ihre Anwendung. Nachfolgend werden einige exemplarische Geräte vorgestellt.
Wie das FireEx-Strahlrohr hat auch der Kartuschenhalter eine Netzmittelpatrone oder -kartusche im Inneren. Der Kartuschenhalter kann jedoch in eine beliebige Schlauchleitung eingebaut werden, um Netzmittel auch für andere Armaturen - wie z.B. einer Löschlanze - zur Verfügung zu stellen.
Das Kombi-Schaumrohr ist eine Weiterentwicklung des Mittelschaumrohres und des Schwerschaumrohres, in dem es beide Arten miteinander vereint. Durch einen Hebel kann die Schaumausgabe umgestellt werden. Schwer- und Mittelschaum geben dabei an, mit wieviel Luft der Schaum versetzt ist (Verschäumungszahl). Das Strahlrohr ist für eine Durchflussmenge von 400 l/min ausgelegt und muss daher auf den Zumischer abgestimmt sein.
Das Mittelschaumrohr System TurboTwist kann am Schnellangriffsschlauch schnell und einfach angekuppelt werden und ist daher ideal für den unverzüglichen Ersteinsatz bei einem PKW-Brand. Das Schaummittel wird in dem Behälter mitgeführt, es wird also kein Zumischer benötigt.
Der Zumischer ist das Standardmodell der deutschen Feuerwehren und wird nach dem Verteiler aber vor dem (Schaum-)Strahlrohr eingebaut, wobei es noch einige andere interessante Verschaltungsarten gibt.
Mittels Handrad wird das Zumischverhältnis des Schaummittels in Prozent eingestellt. Durch das Venturi-Prinzip ist er jedoch bei langen Schlauchstrecken anfällig für Druckverluste.